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Therapiewerkstätte

Arbeitstherapeutisches Konzept

Die Bedeutung der Arbeitstherapie in der stationären und ambulanten Drogentherapie

Zu einem gelungenen Lebenskonzept in unserer Gesellschaft gehört auch die Fähigkeit einer Erwerbstätigkeit, zur Abdeckung des Lebensunterhaltes, nachgehen zu können.

Auf Grund ihrer Abhängigkeitserkrankung sind viele unserer KlientInnen keiner regelmäßigen Tätigkeit mehr nachgegangen oder haben nur kurze Beschäftigungsverhältnisse auf zu weisen.
Vielen KlientInnen fehlt auch die Basisschulbildung oder sie haben noch keine beruflichen Erfahrungen sammeln können.
Auf Grund dieser Ausgangslage ist während der stationären Drogentherapie die Arbeitstherapie ein wesentlicher Baustein des therapeutischen Angebotes.

Auch für Menschen mit Abhängigkeitserkrankung die auf Grund ihrer Komorbidität Pensionsbezieher sind, ist Beschäftigung, als sinnvolle und befriedigende Gestaltung der Zeit, besonders wichtig.
Sie gibt dem Tag Struktur und kann ein Abgleiten in das Gefühl der Perspektivenlosigkeit hintanhalten.

Sinnerfahrung und Freude durch Arbeit sind wesentliche Faktoren um die Rückfallgefahr und das Abgleiten in alte Muster zu verhindern.
Mit einer Beschäftigung und der daraus folgenden Entlohnung steigt das Selbstwertgefühl der KlientInnen und sie erfahren wieder Anerkennung in ihrem Leben.
Der gesellschaftlichen Ausgrenzung auf Grund von Arbeitslosigkeit kann somit entgegengewirkt werden.

Die Arbeitstherapie ist eine Behandlungsform, welche durch sinnvolle Beschäftigung und Arbeit den KlientInnen helfen soll, die Folgen der Sucht zu überwinden, um das Alltagsleben wieder alleine bewältigen zu können.
In der Arbeitstherapie werden die motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten gefördert.
Handwerkliche und kreative Tätigkeiten zur Erprobung der Belastbarkeit, der Ausdauer, des Arbeitstempos und der Arbeitsqualität können erlernt oder wieder eingeübt werden.

Sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Drogentherapie hat die sinnvolle Beschäftigung eine stabilisierende Wirkung.

Zielgruppe

Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung die sich einer ambulanten oder stationären Drogentherapie bei OIKOS unterziehen.
Je nach finanziellen Resourcen ist in weiterer Folge eine Aufnahme von KlientInnen anderer Drogenhilfseinrichtungen angedacht.

KlientInnen die auf Grund ihrer Erkrankung nicht in der Lage sind kontinuierlich und oder selbständig zu arbeiten bieten wir tage- bzw. stundenweise Beschäftigung an.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass jeder Klient nach seinen individuellen Fähigkeiten gefördert und gefordert wird.

Ziele der Arbeitstherapie

Die Zielsetzung ist mit den Klienten grundlegende Voraussetzungen und Basiskompetenzen zu erlernen und einzuüben.

  • Grundlegende Fähigkeiten für die Reintegration oder Integration am Arbeitsmarkt zu erarbeiten.
  • Defizite und Störungen die sich negativ auf den Bereich Arbeitswelt auswirken können zu bearbeiten.
  • Die Fähigkeiten zu erlangen nach der Therapie einer wirtschaftlich ergiebigen Arbeit nachgehen zu können.
  • Erneute Straffälligkeit durch Arbeit verhindern.
  • Hinarbeiten auf die Weiterführung und den Abschluß einer begonnenen Ausbildung/Lehre.
Auch lebenspraktische Fertigkeiten zu vermitteln ist Teil der Arbeitstherapie.

Erlernen und Förderung von Basiskompetenzen
  • Die Fähigkeit sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren zu können.
  • Platzgebundenheit und einen geregelter Tagesablauf auszuhalten
  • Ausdauer, Höflichkeit, Pünktlichkeit
  • Erlernen der Eingliederung in eine Betriebshierarchie
  • Verhalten gegenüber Vorgesetzten und ArbeitskollegInnen (MitklientInnen)
  • Teamgeist und Fairness
  • adäquate Konfliktbewältigungsstrategien
Die Arbeiten werden möglichst in Form von Teamwork geplant von Arbeitstherapeuten und Betreuern angeleitet. Der sichere Bezugsrahmen der Gruppe bietet die Basis für die Möglichkeit der Auseinandersetzung, Zugehörigkeit und Identifikation mit anderen. Die Arbeitseinteilung findet unter Berücksichtigung der Therapiephase und der individuellen Fähigkeiten der KlientInnen statt.

 

OIKOS Verein für Suchtkranke  
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